DGNB Biodiversitätsfördernde Außenräume

Das System bewertet die Außenräume eines Gebäudes oder Quartiers und weist nach, dass dort tatsächlich Lebensräume entstehen. Für reportingpflichtige Unternehmen ist es der belegbare Teil einer Biodiversitätsstrategie.

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DGNB Biodiversitätsfördernde Außenräume

Das System auf einen Blick

Prägungen
Bronze · Silber · Gold · Platin
Anwendungsbereiche
gebäudebezogene Außenräume · quartiersbezogene Außenräume
Systemgeber und Prüfstelle
Systemgeber: Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)

Prüfstelle: DGNB-Konformitätsprüfung
Gültigkeit
Erstzertifikat 1 Jahr · nach der ersten Re-Zertifizierung 2 Jahre · danach im Turnus von 3 Jahren
Einordnung Biodiversität

Einordnung

Ziel ist es, die Biodiversität am Standort zu fördern und natürliche Lebensräume zu erhalten. Bewertet werden unter anderem die Artenvielfalt, die Auswahl und Vernetzung heimischer Pflanzenarten, der Schutz des lokalen Wasserhaushalts, die Bodenfunktionen, die Anbindung an bestehende Grünflächen, der Grad der Flächenversiegelung und eine naturnahe Gestaltung.

Zum DGNB-System für Quartiere gibt es Schnittstellen, beide Verfahren lassen sich verbinden.

In Euro lässt sich der Nutzen nicht beziffern. Der Druck kommt aus dem Reporting.

Berichtspflicht nach CSRD

Der Standard ESRS E4 verlangt Aussagen zur Biodiversität. Die Zertifizierung liefert dafür einen geprüften Nachweis statt einer Absichtserklärung. Betroffen sind derzeit Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden und über 450 Mio. Euro Jahresumsatz.

EU-Taxonomie und GRESB

Beide bewerten Biodiversität. Für Investor:innen, die diesen Kriterien unterliegen, gehört der Nachweis zum wettbewerbsfähigen Produkt.

Gesetzlicher Rahmen

Nature Restoration Law, EU-Biodiversitätsstrategie 2030 und Bundesnaturschutzgesetz berühren dieselben Themen. Was Sie hier aufbauen, arbeitet in diese Richtung mit.

Akzeptanz im Markt

Das Verfahren ist neu, stößt nach unserer Erfahrung aber gerade bei reportingpflichtigen Unternehmen auf hohe Akzeptanz, weil Biodiversität mittelfristig als wichtiger Stabilisator für den Klimaschutz gilt.
Wann ein anderes System besser passt Biodiversität

Wann ein anderes System besser passt

Das System befindet sich in der Erstanwendungsphase, von einem Marktstandard lässt sich noch nicht sprechen. Wer heute ein breit anerkanntes Zertifikat für das gesamte Gebäude oder Quartier braucht, findet es in den größeren DGNB-Systemen, in die sich die Außenräume einfügen.

Der Weg zum Zertifikat

Projekt-Check

Phase A, Bestandsaufnahme der Außenräume

Strategie

Phase B, Konzeption

Maßnahmen

Phase C, Umsetzung und Begleitung der Anwuchspflege

Zertifikat

Nachweisführung bis zur Konformitätsprüfung, danach Phase D für Betrieb und Pflege

Dauer

Bis zur Einreichung

16 Monate, wenn die Dokumentation erst mit der Zertifizierungsabsicht beginnt
mit Fertigstellung der Außenanlagen

Bis zum Zertifikat nach Einreichung

Re-Zertifizierung · nach 12 Monaten, danach alle 3 Jahre

Die Dokumentation für Phase D reichen Sie zwölf Monate nach Fertigstellung der Außenanlagen ein.
 
rund 4 Monate

Was wir übernehmen

Auditierung über das gesamte Verfahren
Biodiversitätsstudien und -konzepte
Unterstützung bei Ausschreibung und Vergabe der Anwuchs- und Unterhaltspflege

Wir sind stolz auf unsere Kunden

Südkreuz Berlin

Berlin
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ca. 30.000
QM BGF
WELL Platin
System

Upper West

Kantstrasse 164, Berlin
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ca. 59.700
QM BGF
LEED O+M
System

Deutschlandhaus Hamburg

Valentinskamp Hamburg
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ca. 27.500
QM BGF
LEED BD+C: CS
System

Hermes Bluefield

Heilbronn, Mainz, Augsburg, Berlin-Südwest, Halle, Hamburg, Münster, Osnabrück
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ca. 10.700 / 12.700
QM BGF
DGNB NLO15
System

Tabakquartier

Am Tabakquartier, Bremen
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ca. 193.000
QM BGF
DGNB Silber + QNG Plus
System

Kaufmannshaus

Bleichenbrücke 10, Hamburg
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ca. 30.500
QM BGF
LEED O+M
System

Infinity Office Düsseldorf

Schwannstraße Düsseldorf
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ca. 23.000
QM BGF
DGNB NBV15.2
System

Häufig gestellte Fragen

Ist der Aufwand mit einer Gebäudezertifizierung vergleichbar?

Nein. Die Zahl der Kriterien und der Betrachtungsumfang sind deutlich geringer. Was die Umsetzung kostet, hängt vom Bestand, von den genehmigungsrechtlichen Vorgaben und von der Grundstücksgröße ab.

Wie schätzen Sie die Marktakzeptanz ein?

Das Verfahren ist neu und steht in der Erstanwendungsphase, von einer Marktdurchdringung lässt sich noch nicht sprechen. In Gesprächen mit reportingpflichtigen Unternehmen erleben wir hohe Akzeptanz, weil Biodiversität mittelfristig als wichtiger Stabilisator für den Klimaschutz bewertet wird.

Warum ist das erste Zertifikat nur ein Jahr gültig?

Weil die Qualität von Außenräumen ganz wesentlich an der Anwuchs- und Unterhaltspflege hängt. Ohne diese Pflege bleiben Planung und Umsetzung nicht dauerhaft, deshalb bewertet das System den Betrieb im Turnus mit.