DGNB Innenräume

Das System bewertet Innenausbauten unabhängig vom Gesamtgebäude. Damit lässt sich eine einzelne Mietfläche zertifizieren, auch wenn das Basisgebäude kein Zertifikat trägt.

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DGNB Innenräume hero visual

Das System auf einen Blick

Prägungen
Silber · Gold · Platin, für Bestandsimmobilien zusätzlich Bronze
Anwendungsbereiche
Gastronomie, Hotel, Büro und Verwaltung, Mischnutzungen, Shopping · alle übrigen Nutzungen über DGNB Flex nach gesonderter Abstimmung
Systemgeber und Prüfstelle
Systemgeber: Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)

Prüfstelle: DGNB-Konformitätsprüfung
Gültigkeit
unbegrenzt
Einordnung Innenräume

Einordnung

Bewertet werden Nachhaltigkeit, Gesundheit und Nutzerqualität eines Innenausbaus. Im Fokus stehen das Raumklima, die Materialökologie, der Komfort, die Ressourceneffizienz und die Wirtschaftlichkeit der ausgebauten Flächen.

Weil das System vom Gesamtgebäude absieht, können Sie Ihre Fläche zertifizieren lassen, ohne dass Eigentümer:in oder Vermieter:in ein eigenes Verfahren führen. Bewertet wird das, was Sie im Ausbau tatsächlich in der Hand haben.

Der Nutzen liegt hier weniger im Objektwert als in dem, was Ihre Fläche über Sie als Arbeitgeber:in aussagt.

Mitarbeiterbindung

Das Zertifikat macht sichtbar und nachweisbar, dass Sie in das Arbeitsumfeld Ihrer Beschäftigten investiert haben.

Außenwirkung

Für Unternehmen, die ihre Flächen als Aushängeschild verstehen, ist die geprüfte Qualität ein Argument gegenüber Kund:innen und Bewerber:innen.

Unabhängig vom Gebäude

Sie brauchen weder ein zertifiziertes Basisgebäude noch die Beteiligung der Eigentümerseite.

Vermietbarkeit

Nachvollziehbare Qualitätsstandards senken das Risiko, dass Flächen den Anforderungen künftiger Mieter:innen nicht mehr entsprechen. Was heute geprüft ist, muss beim nächsten Mieterwechsel nicht neu behauptet werden.
Wann ein anderes System besser passt

Wann ein anderes System besser passt

Tragwerk und Rohbau, Gebäudehülle, primäre Gebäudetechnik und die Energieeffizienz des Gesamtgebäudes bleiben in diesem Verfahren unbewertet. Wenn Sie über diese Themen eine Aussage brauchen, etwa gegenüber Finanzierern oder Käufer:innen, führt der Weg über die DGNB-Systeme für Gebäude.

Der Weg zum Zertifikat

Projekt-Check

Passt das System, welche Prägung ist realistisch?

Strategie

Anforderungen an Ausbau, Materialien und Ausstattung, bei Bedarf als Vorgabe für den Mietvertrag

Maßnahmen

Begleitung von Planung und Ausbau

Zertifikat

Nachweisführung bis zur Konformitätsprüfung

Dauer

Bis zur Einreichung

abhängig von der Ausbau-, Umbau- oder Sanierungsphase
6 Monate bis 1,5 Jahre

Bis zum Zertifikat nach Einreichung der Dokumentation

 
4-6 Monate

Was wir übernehmen

Auditierung über das gesamte Verfahren
Simulationen
Messungen
Ökobilanzen (LCA)
Lebenszykluskosten (LCC) und Betriebskostenberechnungen
Materialökologische Prüfungen

Wir sind stolz auf unsere Kunden

Südkreuz Berlin

Berlin
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ca. 30.000
QM BGF
WELL Platin
System

Upper West

Kantstrasse 164, Berlin
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ca. 59.700
QM BGF
LEED O+M
System

Deutschlandhaus Hamburg

Valentinskamp Hamburg
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ca. 27.500
QM BGF
LEED BD+C: CS
System

Hermes Bluefield

Heilbronn, Mainz, Augsburg, Berlin-Südwest, Halle, Hamburg, Münster, Osnabrück
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ca. 10.700 / 12.700
QM BGF
DGNB NLO15
System

Tabakquartier

Am Tabakquartier, Bremen
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ca. 193.000
QM BGF
DGNB Silber + QNG Plus
System

Kaufmannshaus

Bleichenbrücke 10, Hamburg
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ca. 30.500
QM BGF
LEED O+M
System

Infinity Office Düsseldorf

Schwannstraße Düsseldorf
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ca. 23.000
QM BGF
DGNB NBV15.2
System

Häufig gestellte Fragen

Müssen wir Eigentümer:in oder Vermieter:in in das Verfahren einbeziehen?

Nein, hilfreich ist es trotzdem. Eine Ausnahme gibt es, wenn der Grundausbau der Fläche laut Mietvertrag bei der Vermieterseite liegt. Dann gehören die Anforderungen an Akustik, Materialökologie und weitere Themen als Vorgabe in den Mietvertrag. Übernehmen Sie die Fläche estrichfertig, liegt die Umsetzung allein bei Ihnen.

Was unterscheidet dieses System von einer Gebäudezertifizierung?

Tragwerk und Rohbau, Gebäudehülle, primäre Gebäudetechnik und die Energieeffizienz des Gesamtgebäudes werden nicht betrachtet. Bewertet werden Möbel und Ausstattung, technische Komponenten wie IT und die Ausstattung von Teeküchen, Pausen- und Konferenzbereichen sowie Innenraumqualitäten wie Akustik, Beleuchtung und Ergonomie, also das, was der Mieterausbau bestimmt.

Was ist erfahrungsgemäß am anspruchsvollsten?

Die Ökobilanz für das Mobiliar. Sie ist keine Mindestanforderung, sondern die Kür, und sie verlangt von den Herstellern eine Offenlegung der verwendeten Bestandteile nach Stoff und Masse. Hersteller von Systemmöbeln liefern das zu, Hersteller dekorativer Möbel eher nicht. Je homogener die Ausstattung, desto leichter gelingt der Nachweis.