DGNB System für Gebäuderückbau
Das System bewertet den Rückbau als eigenen Bauprozess und misst, wie viel der vorhandenen Bausubstanz im Kreislauf bleibt. Es richtet sich an Kommunen, Eigentümer:innen und Bauherr:innen ebenso wie an Planende und an Rückbau- und Recyclingunternehmen.

Das System auf einen Blick
Prüfstelle: DGNB-Konformitätsprüfung

Einordnung
Ein Instrument der Qualitätssicherung für den Rückbau. Es soll die Stoffströme konsequent schließen, die Wertigkeit der vorhandenen Bausubstanz erhalten und Lösungen im Sinne der Circular Economy fördern. Dafür setzt es Anreize entlang des gesamten Rückbauprozesses statt einzelne Maßnahmen zu prüfen.
Angesprochen sind alle Beteiligten, von der Kommune und der Eigentümerseite über die Planenden bis zu den ausführenden Rückbau- und Recyclingunternehmen.
Rechnen tut es sich heute noch nicht, weil der Wiedereinsatz rückgebauter und recycelter Baustoffe derzeit keine Kosten spart. Es gibt trotzdem Fälle, in denen sich die Anwendung lohnt.
Grundstücksanhandgabe
Marktvorsprung für ausführende Unternehmen
Vorbereitung auf den kommenden Standard

Wann ein anderes System besser passt
Wenn Sie mit dem Verfahren kurzfristig Kosten senken wollen, wird es Sie enttäuschen. Der Markt steckt in einer frühen Adaptionsphase, industrielle und genehmigungsrechtliche Prozesse sind über die Baustoffe hinweg weder einheitlich noch überall eingeführt. Die DGNB trägt dem Rechnung und fordert in der Erstanwendungsphase keine festen Kennwerte, sondern belohnt die Umsetzung der Ziele, die Sie selbst formulieren.
Der Weg zum Zertifikat
Projekt-Check
Strategie
Maßnahmen
Zertifikat
Dauer
Bis zur Einreichung
Bis zum Zertifikat nach Einreichung
Was wir übernehmen
Häufig gestellte Fragen
Ist das System im Markt etabliert?
Noch nicht, es steht in der Erstanwendungsphase. Wegen der EU-Taxonomie und der Endlichkeit von Rohstoffen ist aber davon auszugehen, dass die geforderten Maßnahmen mittelfristig zum Standard werden. Wer heute anwendet, arbeitet sich einen Vorsprung heraus und macht die eigene Vorreiterrolle öffentlich sichtbar.
Für wen ist der Nutzen am größten?
Derzeit für Schadstoffsanierer, Abbruch-, Rückbau- und Recyclingunternehmen. Sie verbessern ihre Prozesse, erwerben Kenntnisse zu technischen Prüfungen und rechtlichen Anforderungen und stimmen sich mit Herstellern über Rücknahmeprogramme ab. Daraus entsteht mittelfristig eine Basis für normkonformes und wirtschaftlich tragfähiges Arbeiten.
Gibt es Hürden in der Umsetzung?
Ja. Die industriellen und genehmigungsrechtlichen Prozesse sind über die Baustoffe hinweg noch nicht einheitlich eingeführt, der Markt befindet sich in einer frühen Adaptionsphase. Die DGNB fordert deshalb in der Erstanwendungsphase keine festen Kennwerte, sondern lässt Sie eigene Ziele formulieren und bewertet deren Umsetzung.
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