QNG Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude
Der staatlich anerkannte Nachweis für nachhaltiges Bauen in Deutschland. In Verbindung mit einer anerkannten Gebäudezertifizierung öffnet er die höchsten Förderkonditionen des KfW-Programms „Klimafreundlicher Neubau“.

Das System auf einen Blick
Prüfstelle: vier akkreditierte Trägersysteme prüfen die Konformität: DGNB, NaWoh, BiRN und das Steinbeis-Transfer-Institut Bau- und Immobilienwirtschaft (STI BWI)

Einordnung
Das QNG-Siegel ist kein eigenständiges Bewertungssystem, sondern setzt auf eine anerkannte Gebäudezertifizierung auf. Vier Trägersysteme sind dafür akkreditiert: DGNB, NaWoh, BiRN und das Steinbeis-Transfer-Institut Bau- und Immobilienwirtschaft. Welches davon zu Ihrem Projekt passt, hängt vom Gebäudetyp, vom gewünschten Aufwand und davon ab, was Sie über die Förderung hinaus mit dem Zertifikat erreichen wollen.
Bewertet wird die Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes, in zwei Anforderungsniveaus und zwei Siegelvarianten für Wohn- und Nichtwohngebäude. Der wirtschaftliche Hebel liegt in der Förderung, deren Grundlage ein KfW-Darlehen ist.
Hier lässt sich der Vorteil in Euro beziffern
Höheres förderfähiges Kreditvolumen
Förderbonus bei Sanierungen
Niedrigere Betriebskosten
Wiederverkaufswert

Wann ein anderes System besser passt
Die Förderkonditionen setzen ein KfW-Darlehen voraus. Wenn Sie keinen Kredit aufnehmen, weil Sie etwa aus Versichertenbeiträgen finanzieren, oder wenn Ihre Hausbank bessere Konditionen bietet als die KfW, entfällt der wirtschaftliche Hebel und mit ihm der Grund für das Siegel. Ob sich der Aufwand rechnet, klären wir vorher, nicht mittendrin.
Die zweite Hürde ist der CO2-Grenzwert. Bei Wohngebäuden liegt er bei maximal 24 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Quadratmeter und Jahr, bei Nichtwohngebäuden wird er über den GEG- oder GModG-Nachweis errechnet. Weil der Mieterstrom in der Bilanz mit einem festen Wert angesetzt wird, ist der Wert nur erreichbar, wenn viel regenerative Energie auf dem eigenen Grundstück erzeugt wird oder die Konstruktion CO2-arm ausgeführt ist. An dieser Prüfung entscheidet sich, ob das Verfahren überhaupt beginnt.
Der Weg zum Zertifikat
Projekt-Check
Strategie
Maßnahmen
Zertifikat
Dauer
Bis zur Einreichung
Mehrfamilienhäuser, serieller Wohnungsbau und Nichtwohngebäude bis zu 5-6 Jahre, davon etwa 3 Jahre Planung und 2-3 Jahre Bauzeit
Fertigstellung bis Zertifikat
Was wir übernehmen
Häufig gestellte Fragen
Rechnet sich der Aufwand trotz zusätzlicher Honorare in der Kostengruppe 700 und möglicherweise höherer Baukosten?
Wenn Sie einen Kredit aufnehmen und die KfW-Konditionen besser sind als die Ihrer Hausbank: ja. Ein Teil der Fördermittel fließt dabei in die Zukunftsfähigkeit der Immobilie, etwa in Anlagen zur Erzeugung regenerativer oder CO2-armer Energie. Das senkt langfristig die Betriebskosten und hebt den Wiederverkaufswert. Die Rechnung stellen wir in der Analyse auf, bevor Sie sich festlegen.
Wie melden wir eine QNG-Zertifizierung an, und wen brauchen wir zusätzlich im Team?
Der KfW-Kredit wird von einem oder einer Energieeffizienz-Expert:in im Auftrag der Bauherrschaft beantragt. Parallel registriert der oder die Auditor:in das Projekt hinsichtlich der QNG-Anforderungen. Beide Rollen können in einer Person oder einem Unternehmen liegen, müssen es aber nicht.
Woran scheitern die meisten Anträge?
Am CO2-Grenzwert. Bei Wohngebäuden liegt er bei maximal 24 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Quadratmeter und Jahr, bei Nichtwohngebäuden lässt er sich nicht als fester Kennwert angeben, sondern wird über den GEG- oder GModG-Nachweis errechnet. Weil der Mieterstrom in der Bilanz mit einem festen Wert angesetzt wird, gelingt der Nachweis nur, wenn der Anteil regenerativ erzeugter Energie auf dem eigenen Grundstück hoch ist oder die Konstruktion CO2-arm ausgeführt wird. Diese Prüfung steht am Anfang und entscheidet, ob Sie das Verfahren fortführen.
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