QNG Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude

Der staatlich anerkannte Nachweis für nachhaltiges Bauen in Deutschland. In Verbindung mit einer anerkannten Gebäudezertifizierung öffnet er die höchsten Förderkonditionen des KfW-Programms „Klimafreundlicher Neubau“.

Projekt-Check anfragen
Projekt-Check anfragen
QNG Hero Visual

Das System auf einen Blick

Prägungen
Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude Plus · Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude Premium
Anwendungsbereiche
Siegelvariante Wohngebäude · Siegelvariante Nichtwohngebäude
Systemgeber und Prüfstelle
Systemgeber: Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB)

Prüfstelle: vier akkreditierte Trägersysteme prüfen die Konformität: DGNB, NaWoh, BiRN und das Steinbeis-Transfer-Institut Bau- und Immobilienwirtschaft (STI BWI)
Gültigkeit
unbegrenzt
Einordnung QNG

Einordnung

Das QNG-Siegel ist kein eigenständiges Bewertungssystem, sondern setzt auf eine anerkannte Gebäudezertifizierung auf. Vier Trägersysteme sind dafür akkreditiert: DGNB, NaWoh, BiRN und das Steinbeis-Transfer-Institut Bau- und Immobilienwirtschaft. Welches davon zu Ihrem Projekt passt, hängt vom Gebäudetyp, vom gewünschten Aufwand und davon ab, was Sie über die Förderung hinaus mit dem Zertifikat erreichen wollen.

Bewertet wird die Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes, in zwei Anforderungsniveaus und zwei Siegelvarianten für Wohn- und Nichtwohngebäude. Der wirtschaftliche Hebel liegt in der Förderung, deren Grundlage ein KfW-Darlehen ist.

Hier lässt sich der Vorteil in Euro beziffern

Höheres förderfähiges Kreditvolumen

Bei Wohngebäuden steigt es auf bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit. Das sind 50.000 Euro mehr als bei einem sehr energieeffizienten Gebäude, das ohne Siegel gefördert wird. Bei Nichtwohngebäuden liegt die Grenze bei 15 Millionen Euro je Vorhaben.

Förderbonus bei Sanierungen

Das Zertifikat bringt in der Nachhaltigkeitsklasse zusätzliche 5 Prozent Förderung.

Niedrigere Betriebskosten

Ein Teil der Fördermittel fließt in die Zukunftsfähigkeit der Immobilie, etwa in Anlagen zur Erzeugung regenerativer oder CO2-armer Energie. Das senkt die zweite Miete dauerhaft.

Wiederverkaufswert

Dieselben Investitionen wirken beim Exit. Was heute die Betriebskosten drückt, ist beim Verkauf ein Argument.
System QNG

Wann ein anderes System besser passt

Die Förderkonditionen setzen ein KfW-Darlehen voraus. Wenn Sie keinen Kredit aufnehmen, weil Sie etwa aus Versichertenbeiträgen finanzieren, oder wenn Ihre Hausbank bessere Konditionen bietet als die KfW, entfällt der wirtschaftliche Hebel und mit ihm der Grund für das Siegel. Ob sich der Aufwand rechnet, klären wir vorher, nicht mittendrin.

Die zweite Hürde ist der CO2-Grenzwert. Bei Wohngebäuden liegt er bei maximal 24 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Quadratmeter und Jahr, bei Nichtwohngebäuden wird er über den GEG- oder GModG-Nachweis errechnet. Weil der Mieterstrom in der Bilanz mit einem festen Wert angesetzt wird, ist der Wert nur erreichbar, wenn viel regenerative Energie auf dem eigenen Grundstück erzeugt wird oder die Konstruktion CO2-arm ausgeführt ist. An dieser Prüfung entscheidet sich, ob das Verfahren überhaupt beginnt.

Der Weg zum Zertifikat

Projekt-Check

Rechnet sich die Förderung für Sie, hält Ihr Entwurf den CO2-Grenzwert, welches Trägersystem passt?

Strategie

Ziele und Roadmap bis zum KfW-Antrag, Bestätigung zum Antrag (BzA) und Förderzusage

Maßnahmen

Ökobilanzen, materialökologische Prüfungen, Rückbau- und Recyclingkonzepte, Begleitung von Planung und Bau

Zertifikat

Nachweisführung bis zur Konformitätsprüfung, danach Bestätigung nach Durchführung (BnD) und Förderabschluss

Dauer

Bis zur Einreichung

Einfamilienhäuser bis zu 2 Jahre, davon etwa ein Jahr Planung und ein Jahr Bauzeit

Mehrfamilienhäuser, serieller Wohnungsbau und Nichtwohngebäude bis zu 5-6 Jahre, davon etwa 3 Jahre Planung und 2-3 Jahre Bauzeit
abhängig von der Größe der Immobilie

Fertigstellung bis Zertifikat

 
rund 6 Monate

Was wir übernehmen

Auditierung über das gesamte Verfahren
Prüfung des CO2-Grenzwerts als Einstieg ins Verfahren
Berechnung von Kosten und Nutzen der Förderung in der Analyse
Ökobilanzen (LCA)
Materialökologische Prüfungen
Rückbau- und Recyclingkonzepte
Registrierung des Projekts hinsichtlich der QNG-Anforderungen
Koordination der Nachweise und Abstimmung mit der Prüfstelle

Wir sind stolz auf unsere Kunden

Südkreuz Berlin

Berlin
Referenz ansehen
Referenz ansehen
ca. 30.000
QM BGF
WELL Platin
System

Upper West

Kantstrasse 164, Berlin
Referenz ansehen
Referenz ansehen
ca. 59.700
QM BGF
LEED O+M
System

Deutschlandhaus Hamburg

Valentinskamp Hamburg
Referenz ansehen
Referenz ansehen
ca. 27.500
QM BGF
LEED BD+C: CS
System

Hermes Bluefield

Heilbronn, Mainz, Augsburg, Berlin-Südwest, Halle, Hamburg, Münster, Osnabrück
Referenz ansehen
Referenz ansehen
ca. 10.700 / 12.700
QM BGF
DGNB NLO15
System

Tabakquartier

Am Tabakquartier, Bremen
Referenz ansehen
Referenz ansehen
ca. 193.000
QM BGF
DGNB Silber + QNG Plus
System

Kaufmannshaus

Bleichenbrücke 10, Hamburg
Referenz ansehen
Referenz ansehen
ca. 30.500
QM BGF
LEED O+M
System

Infinity Office Düsseldorf

Schwannstraße Düsseldorf
Referenz ansehen
Referenz ansehen
ca. 23.000
QM BGF
DGNB NBV15.2
System

Häufig gestellte Fragen

Rechnet sich der Aufwand trotz zusätzlicher Honorare in der Kostengruppe 700 und möglicherweise höherer Baukosten?

Wenn Sie einen Kredit aufnehmen und die KfW-Konditionen besser sind als die Ihrer Hausbank: ja. Ein Teil der Fördermittel fließt dabei in die Zukunftsfähigkeit der Immobilie, etwa in Anlagen zur Erzeugung regenerativer oder CO2-armer Energie. Das senkt langfristig die Betriebskosten und hebt den Wiederverkaufswert. Die Rechnung stellen wir in der Analyse auf, bevor Sie sich festlegen.

Wie melden wir eine QNG-Zertifizierung an, und wen brauchen wir zusätzlich im Team?

Der KfW-Kredit wird von einem oder einer Energieeffizienz-Expert:in im Auftrag der Bauherrschaft beantragt. Parallel registriert der oder die Auditor:in das Projekt hinsichtlich der QNG-Anforderungen. Beide Rollen können in einer Person oder einem Unternehmen liegen, müssen es aber nicht.

Woran scheitern die meisten Anträge?

Am CO2-Grenzwert. Bei Wohngebäuden liegt er bei maximal 24 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Quadratmeter und Jahr, bei Nichtwohngebäuden lässt er sich nicht als fester Kennwert angeben, sondern wird über den GEG- oder GModG-Nachweis errechnet. Weil der Mieterstrom in der Bilanz mit einem festen Wert angesetzt wird, gelingt der Nachweis nur, wenn der Anteil regenerativ erzeugter Energie auf dem eigenen Grundstück hoch ist oder die Konstruktion CO2-arm ausgeführt wird. Diese Prüfung steht am Anfang und entscheidet, ob Sie das Verfahren fortführen.